Huforthopädie - was ist das eigentlich?

Als Huforthopädie wird eine spezielle Art der Hufbearbeitung bezeichnet.

Dabei wird der Gegendruck des Untergrunds, der ständig formend auf den Huf wirkt, zielgerichtet in die Bearbeitung mit einbezogen. Sowohl durch den ständigen Abrieb des Hufhorns beim Laufen als auch durch die Belastung der Pferdehufe auf dem Boden wird jeder Pferdehuf individuellen Abnutzungs- und Verformungs-kräften ausgesetzt. Das Ergebnis können dann durch einseitige Mehrbelastung schief gelaufene Hufe sein.

Um einem solchen einseitigen Hornabrieb entgegen zu wirken, wird bei der Huforthopädie durch gezielte Maßnahmen in der Bearbeitung ein gleichmäßiger Abrieb gesteuert. Nach sorgfältiger Analyse der Gebrauchsspuren des jeweiligen Hufes werden  durch die Bearbeitung die Schwächen des Hufes ausgeglichen, die Stärken unterstützt.

Diese planmäßige Steuerung von Abrieb und Bodengegendruck ist jedoch nur am Barhuf möglich.

Weitere Informationen unter:
www.dhgev.de

 

Der Huf als Informant

Hufe sind wichtige Informanten, denn sie geben uns zahlreiche Hinweise zum Gesundheitszustand des Pferdes:

Die Qualität sowie die Wachstumsgeschwindigkeit des Hufhorns können etwaige Störungen im Stoffwechsel-Geschehen des Pferdes anzeigen.

Die Statik des Bewegungsapparates (einschließlich Gewicht!) schlägt sich nieder in der Art, wie der Huf benutzt wird. Am Huf kann abgelesen werden, wie das Pferd die Beine belastet, da sich der Hornschuh entsprechend ausformt. Auch Schonhaltungen wie beispielsweise nach einem Sturz führen zu Veränderungen der Hufkapsel. Aber auch ein Magengeschwür oder Probleme im Ilio-Sakralgelenk hinterlassen ihre Spuren am Huf.

Von zentraler Bedeutung für den Huf ist Bewegung, denn Lederhäute produzieren neues Horn auf den Reiz hin, der bei der Fortbewegung auf die Lederhaut ausgeübt wird.

Als ausgebildeter Huforthopädin (DHG e.V.) mit jahrelanger Praxiserfahrung beziehe ich den Zustand der Hufe in das Gesamtbild als Grundlage einer Ernährungsberatung mit ein.

Gerne berate ich Sie hinsichtlich einer für Ihr Pferd geeigneten Hufbear-beitung oder coache Sie auf Ihrem Weg, die Hufbearbeitung für Ihr Pferd selbst zu erlernen.

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© Ulrike Steidle